Daisy

Daisy

Ich habe über die­sen Dra­chen auch schon im Dra­chen­fo­rum und in der Bas­tel­stube berich­tet. Aber selbst­ver­ständ­lich gehört das auch auf meine Home­page.

Begon­nen hat alles mit der Idee: Ich will eine Blume als Dra­chen bauen!. Nicht son­der­lich orgi­nel, aber meine Blume sollte leicht asym­me­trisch sein, und nett aus­se­hen! Der eigene Dra­chen ist halt immer der schönste!

Und im Car­toon-Stil sollte sie sein. Also mal im Inter­net nach einer Inspi­ra­tion gesucht, und gefun­den.

Die nächste Zeit hab ich dann am Zei­chen­block ver­bracht, und ver­sucht das ganze in Dra­chen­form zu gie­ßen. Schon die ers­ten gro­ben Maße dran zu zeich­nen, und mal über das Mach­bare nach­den­ken.

Das ganze habe ich dann gescannt und am Com­pu­ter in Corel Draw nach­ge­ar­bei­tet. Dabei hab ich mich dann schon an den Spin­na­cker­far­ben ori­en­tiert und das ganze so gezeich­net, wie ich mir den Dra­chen am Him­mel vor­stelle.

Ganz so sieht der fer­tige Dra­chen dann nicht aus, aber das war der Stand, mit dem ich dann ange­fan­gen haben Mate­rial zu bestel­len und zu nähen. Die Blüte hab ich im Wohn­zim­mer mei­ner Eltern auf Pack­pa­pier pro­jek­tiert, mit einem gelie­he­nen Bea­mer. Damit hatte ich dann eine Vor­lage in 1:1 und die Nähe­rei konnte los gehen:

Hier seht ihr dann auch die Pack­pa­pier-Vor­lage in 1:1.

Ich mach dann mal einen gro­ßen Sprung, weil ich keine Bil­der von den Zwi­schen­stän­den gemacht habe, so sieht dann der fer­tige Dra­chen am Him­mel aus - nicht der End­stand, aber der Wett­be­werbs­stand:

Der Dra­chen ist in so einer Art Misch­tech­nik ent­stan­den. Ein­zelne Teile sind immer wie­der in Sand­wich­tech­nik ent­stan­den, andere direkt. Dann wurde die Blume aus den ein­zel­nen Tei­len zusam­men gesetzt. Das war zum einen Not­wen­dig, weil ich direkte Farb­wech­sel ohne Schwarze Trenn­li­nie hatte. Zum ande­ren auch, weil ich die Blü­ten­blät­ter erst Säu­men und dann zusam­men­set­zen wollte. Ich konnte an den Berüh­rungs­punk­ten der Blü­ten­blät­ter auf die Ver­stär­kun­gen ver­zich­ten, da die Saum­band­säume genug Sta­bi­li­tät geben, wenn sie auf­ein­an­der genäht wur­den.

In der Blüte befin­det sich ein selbst gebohr­ter Ver­bin­der aus POM, die 9 Stäbe tref­fen wegen der ungleich­mä­ßi­gen Form in ungleich­mä­ßi­gen und schie­fen Win­keln zusam­men. Das Ding musste ich 2mal boh­ren, bis es gestimmt hat.

Die Stäbe der Blät­ter ste­cken auch in einem selbst gebau­ten Ver­bin­der, der nicht nur die Stäbe im rich­ti­gen Win­kel nach oben hält, son­dern auch noch einen „Eddy-Win­kel beinhal­tet, so dass die Stäbe auch nach hin­ten weg gehen.

Bei Inter­esse mach ich davon noch Bil­der, aber viel zu sehen gibt es da nicht, mir saß die Zeit im Nacken als ich die Din­ger gebaut habe. Der Dra­chen ist mal wie­der einen Tag vor der DM fer­tig gewor­den. Und Frä­sen muss ich noch etwas üben.

Zum Ergeb­nis: Er fliegt! Und das mit weni­ger Waag­punk­ten als ich dachte. Ihr erkennt auf dem Photo gut die Ver­stär­kun­gen für die Waag­punkte, davon wer­den aber 2 gar­nicht genutzt. Als der Dra­chen end­lich flog, hin­gen diese Waag­schen­kel durch, also hab ich sie ab genom­men.

In die­sem Zustand sta­bi­li­siert sich der Dra­chen aber nur schlecht, weil sich die unte­ren Blät­ter gegen die Blüte ver­dre­hen. Ich hab jetzt noch 2 Abspann­schnüre zwi­schen die Blät­ter und die Blüte gebaut, die ver­hin­dern dass die Blät­ter sich stark gegen die Blüte ver­dre­hen.

Falls das noch nicht zum ruhi­gen Flug reicht, dann kommt noch ein grüne Fran­sen­schwanz dran, und falls der nicht reicht, dann ein brau­ner Wind­sack als Blu­men­topf!

Hoch
renais­sance